PRESSEMITTEILUNG

Bad Hindelang, 22. August 2019

Tristan Schwandke beendet die Saison und nimmt Kurs auf Tokio

Am letzten Wochenende startete der Hammerwerfer vom TV Hindelang beim Wurfmeeting in Haßloch beim GT&S Drinks – Hammerwurfcup in zwei Wettkämpfen und siegte mit 72,24 Meter und 72,64 Metern souverän. 11 seiner 12 Würfe landeten jenseits der 70 und vier davon über der 72-Meter-Marke. Gleichzeitig beendete Schwandke damit die erfolgreichste Saison seiner Sportlerkarriere. Elfmal trat er national an, elfmal siegte er und holte sich sämtliche zu vergebenden nationalen Titel – als Krönung den deutschen Meistertitel im Berliner Olympiastadion am 3. August und eine Woche später im polnischen Bydgoszcz bei der Team Europameisterschaft die Silbermedaille. Viermal steigerte er seine persönliche Bestweite, bis der Hammer beim internationalen Spitzenleichtathletik Meeting in Luzern bei 74,03 Metern in den Rasen einschlug . Diese Weite reichte für sein erstes Gold bei einem internationalen Wettkampf und stellte gleichzeitig die halbe Norm für die Teilnahme an den Leichtathletik Weltmeisterschaften in Doha Ende September dar. Ein weiterer 76-Meter-Wurf wäre erforderlich gewesen, um dann auch tatsächlich auf die arabische Halbinsel reisen zu dürfen.

Tristan verzichtete darauf; einerseits ist es ungewiss, ob er in dieser Saison sich noch einmal um zwei Meter hätte steigern können, gibt er zu verstehen, andererseits hätte er bis Oktober im Wettkampfmodus bleiben müssen. Dies passe aber nicht zur Planung seines nächsten großen Ziels, der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio im nächsten Jahr. Als ihn der Allgäu-Hit-Moderator  Thomas Häuslinger auf der Allgäuer Festwoche am letzten Sonntag in der Interviewreihe „Sport vor Ort“  fragte, warum er Doha nicht mehr anpeile, entgegnete Schwandke, dass er in der laufenden Saison all seine Ziele und sogar noch mehr erreicht habe. Durchschnittlich habe er in dieser Saison vier bis fünf Meter über den Vorjahresweiten geworfen. “Die Wettkampfzeit war für mich extrem anstrengend – ich bin tausende von Kilometern gefahren -, deshalb möchte ich die Saison nicht mit Zwang bei ungewissem Ausgang verlängern. Ich beginne jetzt sofort mit dem Training für  die kommende Saison, in der ich wieder Deutscher Meister werden und mir den Traum einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen erfüllen möchte. Und hierfür brauche ich eine perfekte Vorbereitung.” Anfang September geht es für den 27-jährigen Athleten aber zunächst auf eine zweiwöchige Norwegenkreuzfahrt. Anschließend beginnen der intensive Kraftaufbau und die weitere Optimierung der Technik. Geplant ist während der Wintermonate unter anderem ein Hallentraining in der Schweiz. Bereits im März heißt es im kommenden Jahr topfit zu sein, denn beim Winterwurf Europacup in Portugal geht es nicht nur um den Sieg, sondern auch um wertvolle Punkte für Olympiaqualifikation.

Die Saison 2019 konnte Tristan Schwandke gleich mehrfach für sich vergolden. Alle nationalen Titel gingen in dieser Saison an ihn.

 

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Bad Hindelang, 11. August 2019

Tristan Schwandke holt mit Leichtathletik-Team Silber bei Europameisterschaft

 

Exakt eine Woche nach dem Titelgewinn im Hammerwurf bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin setzte der Athlet vom TV-Hindelang seine Erfolgsserie am vergangenen Wochenende im polnischen Bydgoszcz fort. Für ihn war die Team-Europameisterschaft das Debut auf der ganz großen internationalen Bühne. Auf Rang 7. im Vorfeld gesetzt, erfüllte Tristan die Erwartungen und holte mit 71,27 Meter wichtige Punkte für das Team; denn am Ende gewannen die deutschen Leichtathleten mit nur einem Punkt vor Frankreich die Silbermedaille. Gold ging an das Gastgeberland.

Lediglich drei Würfe (bei Einzelwettkämpfen sind es sechs) sind den Athleten im Team-Wettkampf gestattet. Da muss im Grunde jeder Wurf sitzen. Zwar hätte sich der Hindelanger eine noch größere Weite vorgestellt, doch der extrem stumpfe Ring reduzierte auch bei allen anderen Hammerwerfern ihre gewohnten Weiten um zwei bis drei Meter. Noch mehr Schwierigkeiten sollten damit die Diskuswerfer haben. Auf seinem mittlerweile dritten internationalen Wettkampf überzeugte Schwandke durch seine gewohnte Nervenstärke; seit vier Jahren hat bei einer Team-Europameisterschaft kein deutscher Hammerwerfer weiter als er geworfen. Auf diesen Lorbeeren möchte er sich aber nicht ausruhen, denn schon am nächsten Wochenende geht es in Haßloch erneut in den Ring. Zahlreiche Kaderathleten haben ihre Teilnahme bestätigt, denn es geht darum, eventuell noch die 2. Norm für eine Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Doha Ende September zu werfen. Tristan sieht dies nach der bislang erfolgreichsten Saison seiner Hammerwurf-Karriere gelassen: “Doha war in diesem Jahr noch kein Ziel für mich. Sollte es dennoch klappen, wäre ich nicht traurig. Im Fokus habe ich die Olympischen Spiele in Tokio. Wenn ich am kommenden Wochenende noch den Bayerischen Rekord knacken könnte, wäre allein das ein krönender Abschluss.” Der steht bei 74,16 Metern, wurde 1996 von Alexander Sporrer geworfen und ist durchaus in realistischer Wurfweite. Tristans aktuelle persönliche Bestweite beträgt 74,03 Meter.

 

 

 

 

 

Tristan fühlte sich im Wurfteam des Deutschen Leichtathletik Verbandes sichtlich wohl. Die Silbermedaille nach einem spannenden Finale zauberte dann auch das Lächeln auf die Gesichter.

 

 

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Bad Hindelang, 5. August 2019

Tristan Schwandke wird im Berliner Olympiastadion Deutscher Meister

Die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften am 3./4. August in Berlin waren seit letztem Jahr das Ziel des Hammerwerfers Tristan Schwandke vom TV Hindelang. Und dieses Ziel war ganz klar mit dem Titelgewinn verknüpft. Am vergangenen Samstag wurde für Tristan dieser Traum nun Wirklichkeit. In einem fulminanten Wettkampf, in dem er wieder einmal von Beginn an das Feld mit deutlichem Abstand dominierte, gewann er Gold und seinen ersten Deutschen Meistertitel im Hammerwurf. Tristan: “Vor dieser grandiosen Kulisse den Titel mit nach Hause nehmen zu können, das habe ich mir immer gewünscht. Meinen beiden Trainern, Wolfgang und Björn Kötteritzsch und meinen Eltern bin ich unendlich dankbar dafür, dass Sie mir diesen Traum mit ihrem unermüdlichen Einsatz erfüllt haben; das ist keine Selbstverständlichkeit.” Deutscher Meister mit 73 Metern vor Simon Lang ( 68,01 Meter) und dem Titelverteidiger Johannes Bichler ( 66,95 Meter), hieß es  in der Übertragung der ARD. Als der Kommentator “Tristan Schwandke vom TV Hindelang”, sagte, hatte das einen besonderen Charme, denn Bad Hindelang neben Berlin, Leverkusen, Chemnitz und vielen anderen Leichtathletik-Hochburgen, das hat etwas Besonderes. So wie Tristan eine ganz besondere Saison hinter und vielleicht auch noch vor sich hat. Er gewann alle nationalen Wettkämpfe, holte sämtliche Titel in diesem Jahr und qualifizierte sich für die Team-Europameisterschaft in Polen am kommenden Wochenende.

Dort könnte ihm vielleicht doch noch der ganz große Wurf, die Qualifikation für die Leichtathletik Weltmeisterschaften in Doha Ende September gelingen. Die geforderten 74 Meter hat er bereits überworfen – es fehlen “nur” noch die 76 Meter. Doch mit solchen Überlegungen spielt der 27jährige Athlet allerdings erst gar nicht: “Der Gewinn des deutschen Meistertitels war für mich in dieser Saison das höchste Ziel und die Teilnahme an den Olympischen Spielen im nächsten Jahr in Tokio kommt jetzt als zweites hinzu. Eines habe ich erreicht, an meiner Japanreise arbeite ich; alles andere wäre aktuell eine schöne Zugabe.”

Vor der grandiosen Kulisse des Olympiastadions verwirklichte sich Tristan Schwandke seinen Traum vom Deutschen Meistertitel im Hammwerwurf.

Beim Trainerteam, Wolfgang (links) und Björn Kötteritzsch, war die Freude über den Titelgewinn ihres Athleten für jeden sichtbar.

 

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Bad Hindelang, 21.Juli 2019

Tristan Schwandke holt erstmals Bayerischen Meistertitel und gewinnt die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport

Zwei Wochen vor dem nationalen Saisonhöhepunkt, den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin am 3./4. August, präsentiert sich der Hammerwerfer Tristan Schwandke vom TV Hindelang in Bestform. Auf dem Programm standen am 20. Juli in Erfurt die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Rasenkraftsport; hier startet Tristan für den TSV Trauchgau. Souverän holte sich der 27-jährige Athlet alle drei zu vergebenden Deutschen Meistertitel. Mit 3057 Punkten ging der Sieg im Dreikampf (Hammerwurf, Gewichtwerfen und Steinstoßen) an ihn. Platz 2 belegte der Chinese Qi Wang (2539 Punkte)  und Bronze wurde an Bastin Wörner (2320 Punkte) überreicht. Dreimal Gold und eine Top-Hammerwurfweite von 73,17 Meter sollten den Grundstein für den darauffolgenden Wettkampftag in Regensburg legen. Hier galt es erstmals in seiner Karriere den Bayerischen Meistertitel der Männer zu holen. Der kräftezehrende Wettkampf des Vortags und der Start der Bayerischen um 7.45 Uhr bei Starkregen hätten nicht zwingend Top-Leistungen erwarten lassen. Doch wieder einmal bestätigte sich, dass Tristan ein Wettkampftyp ist. Über Widrigkeiten aller Art hilft ihm sein starkes Nervenkostüm hinweg. Mit seinem ersten Wurf auf 71,54 Meter führte er vom ersten Durchgang an und sollte diese Führung bis zum 6. und letzten Versuch auch nicht mehr abgeben. Dafür übertraf er sich selbst gleich mehrfach, schleuderte den 7,26 Kg schweren Hammer im 5. Versuch mit 73,85 fast auf seine Bestweite (74,03 Meter) und hob sich damit aufs Podest zum Bayerischen Meistertitel. Platz 2 belegte der deutsche Meister von 2018, Johannes Bichler (68,42 Meter) und Bronze sicherte sich Simon Lang (65,15 Meter).

Tristan: “Ich fühle mich im Augenblick physisch und psychisch sehr stark, die Technik ist noch nicht optimal, aber es fehlen nur Nuancen, damit es noch weiter geht. Und natürlich möchte ich in Berlin zum ersten Mal Deutscher Meister werden. Doch Siege lassen sich nicht planen und jeder Wettkampf hat seine eigenen Spielregeln. Respekt vor der Konkurrenz und Demut sind für mich selbstverständlich.” Vor dem Hintergrund, dass er in dieser Saison mit Abstand die Nummer 1 in Deutschland ist und bisher alle nationalen Wettbewerbe für sich entscheiden konnte, gehört Schwandke aber zweifellos zu den Top-Anwärtern auf den Titel.  

Tristan Schwandke gehört zu den Top-Anwärtern auf den Deutschen Meistertitel im Hammwerwurf.


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Bad Hindelang, 09.Juli 2019

Tristan Schwandke wirft halbe WM-Norm für Doha

Tristan Schwandke gewinnt Hammerwurf-Wettkampf beim internationalen Spitzenleichhtathletik-Meeting in Luzern

Wenn es einmal läuft, dann läuft es; auf diese einfache Formel könnte man die diesjährige Saison des Hammerwerfers Tristan Schwandke vom TV Hindelang bringen. Seit dem Start der Wurfsaison hat er alle nationalen Wettkämpfe für sich entscheiden können. Und beim internationalen Werfermeeting in Fränkisch-Crumbach im Mai glänzte er mit persönlicher Bestleistung von 73,68 Meter und einem hervorragenden 6. Platz im stark besetzten Feld. Damit konnte er sich erstmals auch auf internationaler Bühne einen Namen machen.
Am vergangenen Wochenende gewann er in St. Gallen mit 73,23 Meter und bestätigte damit seine Spitzenposition in Deutschland. Nur ein einziger Wurf landete unterhalb der 71-Meter-Marke; und dies bei unwetterartigen Verhältnissen.

Am 9. Juli startete Tristan dann beim internationalen Spitzenleichtathletik-Meeting in Luzern, krönte seine Karriere erstmals auf internationaler Ebene mit einem Sieg vor dem Italiener Marco Lingua (72,16 Meter) und dem Briten Chris Bennett (ebenfalls 72,16). Gleichzeitig setzte er seinen diesjährigen Höhenflug mit einer weiteren persönlichen Bestweite von 74,03 Metern fort. Eine grandiose Leistung, die ihn einen deutlichen Schritt weiter auf dem Weg in  Richtung Tokio und internationale Wettkämpfe führt. Mit dem Überwerfen der 74-Meter-Marke hat er denn auch die halbe Norm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha vom 27.09.-06.10.2019 geschafft.

Bild: Tristan Schwandke

Niemand konnte Tristan Schwandke  in diesem Jahr in Deutschland auf seinem Höhenflug  stoppen, jetzt musste sich in Luzern auch die internationale Konkurrenz seiner weiter nach oben zeigenden Leistungskurve beugen.


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Bad Hindelang, 30. Juni 2019

Tristan Schwandke wirft beste Serie seiner Karriere und holt den Titel

Bei den süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften am vergangen Wochenende im saarländischen St. Wendel holte sich der Hammerwerfer Tristan Schwandke vom TV Hindelang mit 72,44 Metern souverän den Titel vor Andreas Sahner (64,62 Meter) und  Michael Noe (63,53 Meter).  Dabei waren die Anreise und die Nacht vor dem Wettkampf alles andere als leistungsfördernd. Nach 7 1/2 Stunden Fahrt und Staus verbrachte der Athlet die Nacht in einem Hotel, das offensichtlich nicht in der Lage war, die Klimaanlage in Betrieb zu nehmen. So erfolgte das Aufwärmprogramm für den Wettkampf quasi ganz automatisch bei “angenehmen” 29 °C Zimmertemperatur.

Die Steigerung dieser Temperatur auf dem ganztätig in der Sonne gelegenen Wettkampfplatz sollte erst noch kommen, denn im strahlenden Sonnenschein wurden dort problemlos mehr als 40 °C erreicht. Die beiden Einwürfe, die bereits über der 70-Meter-Marke lagen, deuteten an, dass diese äußeren Umstände den Wettkampf nur am Rande beeinflussen würden, im Gegenteil. Alle sechs Würfe gingen über die 70-Meter; dies hatte Schwandke noch nie in seiner Laufbahn geschafft. Tristan: “Das Hammerwerfen beginnt ab 70 Meter, davon war ich schon überzeugt, als ich von dieser für jeden Hammerwerfer ein wenig magischen Line noch weit entfernt war. Dass ich diesmal jeden meiner Würfe über 70 Meter platzierte, gibt mir die nötige Selbstsicherheit für die kommenden Großereignisse wie das internationale Leichtathletik-Meeting in Luzern am 9. Juli und natürlich die Deutschen Leitathletik-Meisterschaften in Berlin am 3. und 4. August.” Beeindruckend ist auch die Gesamtleistung Schwandkes in dieser Saison. Nicht nur seine neue persönliche Bestweite von 73,68 Metern steht stellvertretend für seinen diesjährigen Erfolg, sondern vor allem die Stabilität seiner Würfe. Beil allen Wettkämpfen in der Saison 2019 hat er bislang keinen einzigen ungültigen Versuch zu verzeichnen.

Bild: Elmo Schwandke

Die Hitze im Ring schien Tristan Schwandke während der süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften nicht zu beeinflussen. Alle sechs Würfe landeten jenseits der 70-Meter-Marke. Und mit 72,44 Metern holte er sich den Titel.


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Bad Hindelang, 10. Juni 2019

Schwandke mit neuer Bestweite beim Weltklasse-Meeting

Der Hammerwerfer Tristan Schwandke vom TV Hindelang gab am Pfingstsonntag beim 17. Hammerwurf-Meeting in Fränkisch-Crumbach sein Debüt auf der internationalen Hammerwurfbühne. “Die Welt im Dorf”, so wirbt der Veranstalter für sich. Und in der Tat versammelte sich zum 17. Mal in der kleinen Odenwalder Gemeinde die internationale Weltklasse im Hammerwurf.  Aufgeteilt in zwei Startergruppen, konnte Schwandke aufgrund seiner Leistungen in laufenden Jahr erstmals in Gruppe A in den Ring steigen. Und mit ihm waren unter anderem Chris Bennett (Britischer Meister 2016), Eivind Henriksen (Neunfacher Norwegischer Meister), Adam Keenan (Kanadischer Meister 2017/2018) und Olympiateilnehmer Conor McCullough aus den USA am Start. Um in den Endkampf unter die besten 8 zu kommen, musste Schwandke bereits im Vorkampf an seine derzeitigen Bestweiten anknüpfen können. “Mir war klar, dass man die Qualifikation nicht mit einem Sicherheitswurf erreichen würde, deshalb ging ich ab dem 2. Wurf auf Risiko.” Diese Aufgabe meisterte der 27jährige Athlet souverän; mit 72,55 Meter erreichte er als einziger Deutscher das Finale und blieb damit nur zwei Zentimeter unter seiner aktuellen Bestweite.

Mental und physisch bestens vorbereitet, schleuderte er den Hammer in den Würfen 4 (71,65 Meter) und 5 (71,93 Meter) knapp an die 72-Meter-Marke heran. Doch dann kam, was alle schon lange erwartet hatten. Schwandke ist bekannt dafür, die weitesten Würfe an letzter Stelle zu platzieren. Nach vier fast perfekten Drehungen und einem lauten Schrei flog der Hammer im finalen Wurf auf eine Weite von 73,68 Metern: neue persönliche Bestweite, Allgäuer und Schwäbischer Rekord sowie ein hervorragender 6. Platz vor dem Briten Chris Bennett.  Der Überflieger an diesem Tag war der Norweger Eivind Henriksen, der sich mit 78,25 Metern nicht nur Gold holte, sondern sich auch gleichzeitig den neuen norwegischen Landesrekord sicherte.

Tristan war mehr als glücklich über seine eigene Leistung:”Ich bin mit meinem Wettkampf hochzufrieden, auch wenn es immer noch nicht die perfekten Würfe gewesen sind. Das gibt mir ebenso wie meine Trainingsleistungen die Sicherheit, dass es in dieser Saison noch weiter gehen kann. Und natürlich möchte ich heuer erstmals den deutschen Meistertitel bei den Männern am 3./4. August in Berlin holen. Darauf habe ich auch mein Training ausgerichtet. Meine Höchstform strebe ich für den August an.” Mit seiner neuen persönlichen Rekordweite ist er jetzt mit Abstand die Nummer 1 in Deutschland und auch von den internationalen Normen nur noch einen Wimpernschlag weit entfernt.

Bild: Elmo Schwandke

Mit neuer persönlichen Bestweite von 73,68 Metern, Allgäuer und Schwäbischem Rekord und einem hervorragenden 6. Platz warf sich Tristan Schwandke am Pfingswochenende auch international weiter an die Spitze.